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40. Kiepenkerl-Treffen in Stadtlohn

Jedes Jahr am dritten Sonntag im Oktober ist die Stadtlohner Innenstadt fest in den Händen von rund 100 Kiepenkerlen und Bäuerinnen von nah und fern aus dem gesamten Münsterland. Die Tradition wiederholt sich in diesem Jahr zum 40. Mal. Dann dürfen sich die Besucher der Stadtlohner Innenstadt erneut über die Kiepenkerle und Bäuerinnen in ihren farbenfrohen Trachten freuen.

Bereits am Samstag, 16. Oktober startet das Kiepenkerlwochenende mit einem Kindertrödelmarkt von 11 bis 16 Uhr. Die Stände werden mit genügend Abstand zueinander in der Innenstadt aufgebaut, so dass in Ruhe geschlendert, gestöbert und Schnäppchen gemacht werden können. Die verfügbaren Plätze sind bereits restlos vergeben.

Zudem werden verschiedene Händler mit ihren Verkaufsständen rund um die St. Otger-Kirche erwartet werden. Passend zu den wechselnden Temperaturen werden Schals und Tücher angeboten, außerdem Dekorationsartikel, Lederwaren und Infomaterial an verschiedenen Infoständen. Ein Holzschuhmacher und ein niederländischer Midwinterhorn-Bauer zeigen zudem ihr Handwerk.

Am Sonntag, 17. Oktober folgt dann traditionell der Höhepunkt mit dem Kiepenkerltreffen in der Stadtlohner Innenstadt. Der Name der Kiepenkerle leitet sich von der Kiepe ab, einer aus Holz und Korbgeflecht bestehenden Rückentrage, mit der die Kiepenkerle früher durch die Dörfer und Städte wanderten. Zur traditionellen Tracht der Kiepenkerle gehört aber auch eine Mütze, Pfeife, blauer Leinenkittel, Wanderstab und Holzschuhe. Die Kiepenkerle brachten früher Nahrungsmittel wie Eier, Milchprodukte und Geflügel in die Städte und versorgten im Gegenzug die ländlichen Gebiete mit Salz, Nachrichten und anderen Waren. Am Sonntag, wenn die Kiepenkerle und Bäuerinnen durch Stadtlohn ziehen, haben Sie Ihre Kiepe und Körbe wieder voll mit Äpfeln, Eiern und auch einem Schnäpsken. Die Teilnehmer kommen mit ihren farbenprächtigen Trachten aus Stadtlohn, Borculo, Haltern, Raesfeld, Nordkirchen, Wulfen, Billerbeck und Rheine um nur einige zu nennen.

Bereits um 09.30 Uhr findet anlässlich des Jubiläums eine plattdeutsche Messe mit Pfarrer Heiner Innig in der St.-Otger-Kirche statt. Der große Umzug der Kiepenkerle startet gegen 13.30 Uhr und führt, musikalisch begleitet von der Husarenkapelle, durch die Innenstadt Richtung Marktpütt. Dort werden sie vor dem Fassanstich der Rolinck Brauerei mit Getränke Seifer von Bürgermeister Berthold Dittmann um 14.00 Uhr offiziell begrüßt.

Anschließend verteilen die Kiepenkerle und Bäuerinnen, wie in jedem Jahr, insgesamt 400 Kilogramm Äpfel und 3.000 Eier an die Besucherinnen und Besucher. In den Straßen spielen zur musikalischen Unterhaltung die Wiesentaler und der Spielmannszug Stadtlohn. Zu Gast in Stadtlohn ist darüber hinaus Ferdis Drehorgel-Orchester. Im Gegensatz zur Einzelorgel mit 20, 26, 37, 43 und 54 Tonstufen spielt das Drehorgelorchester mit mind. 4 Orgeln, auf der Grundlage von mindestens 50 Tonstufen und zusätzlich bis zu 70 Tönen, die mechanisch transponiert wurden, also 120 Tonstufen. Dieses System gibt es seit 1934 mit 3 Kirchenorgeln im Dom von Danzig. Bei der Orchester-Einspielung werden 87 Tonstufen einzeln gesetzt und bis zu 33 zusätzlich mechanisch transponiert. Dadurch entsteht der besondere Klang des Drehorgel-Orchesters. De Diekhookse Klumpkes und die Volkstanzgruppe des Heimatvereins Marbeck zeigen zudem verschiedene Brauchtumstänze.

Auf dem Marktplatz dreht sich an beiden Tagen das Karussell und auf dem Bungeetrampolin können Saltos gedreht werden. Für das leibliche Wohl ist mit Waffeln, Reibekuchen, Pommes und Co. bestens gesorgt. Die Gaststätten in der Innenstadt warten zudem mit Kaffee und Kuchen auf.

Die Stadtlohner Einzelhändler laden am gesamten Wochenende zum ausgiebigen Herbstshopping ein und öffnen ihre Geschäfte samstags bis 18 Uhr und am Sonntag von 13 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Innenstadt bleibt während dem Wochenende für den Autoverkehr gesperrt. Die Besucher werden gebeten umliegende Parkplätze zu benutzen.

Die Veranstaltung findet unter den tagesaktuellen Corona-Bestimmungen statt; in der kompletten Innenstadt gilt die 3 G-Regel (Geimpft, Genesen oder Getestet). Dies wird auch mit Hinweisschildern kenntlich gemacht. Es wird keine Zugangskontrollen geben. Ein Sicherheitsdient wird aber stichprobenartig überprüfen.